Konzertorte

Sonntag,

Gringolts-Quartett & Christian Poltéra

Ilya Gringolts, Violine
Anahit Kurtikyan, Violine
Silvia Simionescu, Viola
Claudius Herrmann, Violoncello
Christian Poltéra, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett nr. 13 in d-Moll, KV 173

1. Allegro moderato
2. Andante
3. Menuetto. Allegretto
4. Allegretto ma non troppo Più allegro

Franz Schubert
Streichquintett in C-Dur, D 956

1. Allegro ma non troppo
2. Adagio
3. Scherzo. Presto – Trio. Andante sostenuto
4. Allegretto

 

Ein kammermusikalischer Höhepunkt als Einstieg in den Herbst: der Witiker Geiger Ilya Gringolts mit seinem Quartett, ergänzt mit dem Witiker Cellisten Christian Poltéra. Auf dem Programm steht Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett in d-moll und Franz Schuberts berühmtes Steichquintett. Schuberts einziges Streichquintett in der Besetzung mit zwei Celli, komponiert im September 1828, wenige Monate vor seinem Tod, war sein kammermusikalischer Schwanengesang. In einer selbst für ihn einmaligen Weise sind hier alle Qualitäten seiner reifen Instrumentalmusik gebündelt: sinfonische Form, entrückte Klangschönheit und dramatische Kontraste. Die Tragik eines Menschen, dessen Lebensträume nicht in Erfüllung gegangen sind, legt sich wie ein Firnis von Trauer über eines der klangschönsten Werke der Romantik.“Freylich ist’s nicht mehr jene glückliche Zeit, in der uns jeder Gegenstand mit einer jugendlichen Glorie umgeben scheint, sondern jenes fatale Erkennen der miserablen Wirklichkeit, die ich mir durch meine Phantasie (Gott sey’s gedankt) so viel als möglich zu verschönern suche.” Diese Zeilen an seinen Bruder Ferdinand von 1824 zeigen das gebrochene Weltverständnis des Komponisten, das er in seinen Briefen und Gedichten zum Ausdruck brachte. Die Pole, zwischen denen sie schwanken – die Illusion ersehnten Glücks und das “fatale Erkennen der miserablen Wirklichkeit” – bestimmen auch das Quintett.

Und so beschliesst dieses Konzert den kammermusikalischen Teil der diesjährigen Saison im besten Sinne mit Musik, welche sich ganz ...am Rand... abspielt.

Ort: Neue reformierte Kirche Witikon

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